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Der Jugendurlaub

Welchen Zweck hat der Jugendurlaub?

Der Jugendurlaub ermöglicht den Arbeitnehmern die Teilnahme an Praktika, Studientagen oder -wochen, Kursen,
Sitzungen oder Begegnungen im In- und Ausland zur Förderung der Entwicklung von Freizeitaktivitäten für
Jugendliche auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Base_legale Art. L. 234-1.

Welche Tätigkeiten können für einen Jugendurlaub in Betracht gezogen werden?

Die nachstehenden Tätigkeiten können für einen Jugendurlaub in Betracht gezogen werden:

  • eine Ausbildung/Weiterbildung zum Betreuer;
  • eine Ausbildung/Weiterbildung zum Leiter von Jugendorganisationen und Kultur- und Sportvereinen,
    sofern sich die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten hauptsächlich an Jugendliche richten;
  • Organisation und Betreuung von Weiterbildungslehrgängen und erzieherischen und kulturellen
    Aktivitäten für Jugendliche.
Base_legale Art. L. 234-1.

Beispiele für erzieherische Tätigkeiten, für die ein Jugendurlaub beantragt werden kann

  • durch in Luxemburg zugelassene Vereinigungen organisierte Ferienlager;
  • durch die Pfadfinder oder die Freiwillige Feuerwehr organisierte Ferienlager für Jugendliche;
  • durch die Gemeinden organisierte Freizeitaktivitäten;
  • internationale Wettbewerbe für junge Talente und Vorbereitungsseminare zu diesen Wettbewerben;
  • sportliche Aktivitäten, die von seitens des Ministers für Sport zugelassenen Verbänden organisiert werden,
    sofern sich deren Angebot hauptsächlich an Jugendliche richtet:
    - Trainingslager,
    - Jugendturniere,
    - Sensibilisierungsaktivitäten für Jugendliche: Wibbel an Dribbel;
  • kulturelle Aktivitäten:
    - Praktika im kreativen Bereich (Musikpraktika...),
    - Reisen für Jugendchöre, Jugendorchester…

Weiterbildungen, für die ein Jugendurlaub beantragt werden kann

  • Weiterbildung zum Betreuungsassistenten/Betreuer;
  • Weiterbildung mit Spezialisierung (höherer Abschluss);
  • vom Nationalen Jugendwerk (SNJ) bzw. vom Europarat organisierte nationale und internationale Seminare
    für Jugendarbeiter im Rahmen des Programms „Jugend in Aktion”;
  • durch internationale Organisationen wie z.B. die Pfadfinder organisierte nationale und internationale Seminare.

 

Quelle: www.snj.public.lu

Base_legale Art. L. 234-1.

Wie lange dauert der Jugendurlaub?

Die zur Inanspruchnahme eines Jugendurlaubs Berechtigten haben Anspruch auf bis zu 60 Tage Urlaub für die
Dauer ihrer gesamten Berufstätigkeit. Es ist allerdings nicht möglich, innerhalb eines Zeitraums von 2 Jahren
einen Jugendurlaub von mehr als 20 Tagen zu nehmen.

Die für den Jugendurlaub bewilligten Tage entsprechen der Dauer der Weiterbildung. Ein Jugendlicher, der eine
Weiterbildung zur Organisation und Betreuung von Weiterbildungslehrgängen oder erzieherischen Tätigkeiten für
Jugendliche besuchen möchte und dabei nicht über eine Ausbildung zum Betreuungsassistenten oder Betreuer
bzw. eine gleichbedeutende Qualifikation verfügt, kann nicht die Dauer der gesamten Weiterbildung durch Jugendurlaub
abdecken. In diesem Fall werden lediglich 2/3 der für die Jugendarbeit investierten Zeit durch einen
Jugendurlaub abgedeckt. Die mit in Betracht gezogenen Tagesbruchteile werden auf ganze Tage aufgerundet.

Eine Aufteilung des Jugendurlaubs ist für ein Minimum von 2 Tagen möglich, es sei denn, es handelt sich um
eine Folge von Kursen, von denen jeder einzelne nur einen Tag lang dauert.

Der Jugendurlaub kann nicht auf den gesetzlich oder in einem Sondervertrag festgelegten Jahresurlaub angerechnet
werden. Für Teilzeitbeschäftigte wird der Jugendurlaub anteilig berechnet.

Unter welchen Voraussetzungen wird der Jugendurlaub bewilligt?

Der Jugendurlaub wird unter den nachstehenden Voraussetzungen bewilligt:

  • der Berechtigte muss an einem Arbeitsplatz auf luxemburgischem Gebiet beschäftigt sein, d. h.
    entweder:
    - durch einen Arbeitsvertrag an ein Unternehmen oder einen Verein mit rechtmäßigem Sitz und
      Geschäftstätigkeit in Luxemburg gebunden sein;
    - selbstständig oder freiberuflich arbeiten;
  • der Jugendurlaub kann nicht mit dem normalen gesetzlich vorgeschriebenen Jahresurlaub oder
    einer Krankheitszeit verbunden werden, falls dadurch Fehlzeiten von mehr als 3 Wochen verursacht
    werden;
  • der Jugendurlaub kann verschoben werden, wenn durch die beantragte Fehlzeit die Betriebsabläufe
    oder die Planung des Jahresurlaubs der Mitarbeiter von einer erheblichen Beeinträchtigung
    bedroht sind.
Base_legale Art. L. 234-3.

Welche Schritte sind zur Beantragung eines Jugendurlaubs zu ergreifen?

Der Berechtigte muss seinen Antrag einen Monat vor Beginn des beantragten Jugendurlaubs an das Nationale
Jugendwerk richten.

Das vorgefertigte Antragsformular ist vom Antragsteller und danach von seinem Arbeitgeber auszufüllen (sowohl
für Arbeitnehmer des öffentlichen als auch des privaten Sektors).

Der Antragsteller übermittelt das Formular anschließend an den Veranstalter der Weiterbildung oder Tätigkeit.

Dieser Veranstalter (Verein oder Verband) bestätigt durch seine Unterschrift die Teilnahme des Antragstellers.

Welche Entschädigungen erhalten die Arbeitnehmer?

Die einen Jugendurlaub in Anspruch nehmenden Arbeitnehmer haben gegen Vorlage einer seitens des Veranstalters
der Weiterbildung ausgestellten Teilnahmebescheinigung für jeden Urlaubstag Anspruch auf eine
seitens des Arbeitgebers zu zahlende Ausgleichsentschädigung in Höhe des durchschnittlichen Tageslohns.

Diese Entschädigung darf sich maximal auf das 4-fache des sozialen Mindestlohns für ungelernte Arbeitnehmer
belaufen. Die Entschädigung wird durch den Arbeitgeber bezahlt, der sich den entsprechenden Betrag ebenso
wie den Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben vom Staat erstatten lässt. Der Antrag auf Erstattung muss unter
Verwendung eines Vordrucks erfolgen.

Ist der Jugendurlaub der Arbeitszeit gleichgestellt?

Ja. Während der Zeit dieses Urlaubs finden die gesetzlichen Sozialversicherungs- und Arbeitsschutzbestimmungen
auf die Berechtigten weiterhin Anwendung.

Base_legale Art. L. 234-4.
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