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Der Sporturlaub

Wechen Zweck hat der Sporturlaub?

Der Sporturlaub soll Spitzensportlern ermöglichen, an internationalen Sportwettbewerben in Luxemburg und
im Ausland teilzunehmen (Leistungssportler, Trainer, Punktrichter und Schiedsrichter).

Base_legale Art. L. 234-9.

Für welche Veranstaltungen kann ein Sporturlaub bewilligt werden?

Der Sporturlaub wird Spitzensportlern, Trainern, Punktrichtern und Schiedsrichtern bewilligt, damit sie an folgenden
Veranstaltungen teilnehmen können:

  • Olympische Spiele und vom Internationalen Olympische Komitee (IOC) genehmigte Vorführprogramme;
  • Schluss- und Qualifikationsphasen weltweiter und europaweiter Wettbewerbe;
  • vom Luxemburgischen Olympischen Komitee (COSL) oder dem entsprechenden Verband festgesetzte
    Vorbereitungslehrgänge.

Um einen Sporturlaub zur Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang beantragen zu können, müssen Sportler
und Trainer eine Betriebszugehörigkeit von mindestens 6 Monaten bei demselben Arbeitgeber nachweisen
können.

Für technische und verwaltungstechnische Manager wird der Sporturlaub ausschließlich im Rahmen weltweiter
oder europaweiter Veranstaltungen bewilligt, wie zum Beispiel:

  • offizielle Versammlungen internationaler Sportverbände, der olympischen Bewegung, zwischenstaatlicher
    Sportgremien und nichtstaatlicher Sportorganisationen;
  • die Organisation offizieller internationaler Sportveranstaltungen in Luxemburg;
  • Weiterbildungskurse auf internationaler Ebene.

Welche Voraussetzungen müssen für einen Sporturlaub erfüllt sein?

Um Anspruch auf einen Sporturlaub zu haben, müssen die Spitzensportler ebenso wie die Punktrichter und
Schiedsrichter die nachstehenden Voraussetzungen erfüllen:

  • als Amateursportler einem zugelassenen nationalen Verband angehören;
  • sich für eine Vertretung Luxemburgs bei Wettkämpfen auf internationaler Ebene qualifiziert haben;
  • ihren Antrag durch das Luxemburgische Olympische Komitee (COSL) genehmigen lassen.

Manager müssen innerhalb des COSL oder eines zugelassenen Verbands ehrenamtlich tätig sein. Technische
und verwaltungstechnische Manager, die diese Tätigkeit beruflich durchführen oder dafür bezahlt werden, haben
keinen Anspruch auf Sporturlaub.

Welches Verfahren ist für die Beantragung von Sporturlaub zu befolgen?

Der Antrag auf Sporturlaub ist schriftlich in doppelter Ausfertigung entweder seitens des Luxemburgischen
Olympischen Komitees (COSL) oder des zuständigen nationalen Verbands beim Ministerium für Sport einzureichen.

Der Antrag auf Sporturlaub muss spätestens einen Monat vor Beginn des betreffenden Sportereignisses
eingereicht werden.

Eine Kopie des Antrags ist dem Arbeitgeber der betroffenen Person binnen derselben Frist zu übermitteln, damit
dieser dem Sportminister seine Anmerkungen mitteilen kann.

Sobald der Antrag eingereicht wurde, wird er nach Stellungnahme der Sonderkommission des Obersten Sportrates
vom Sportminister bewilligt oder abgelehnt, der gegebenenfalls die Dauer des Sporturlaubs festlegt.

Der betroffene Arbeitgeber kann Einspruch gegen den Antrag einlegen, wenn aufgrund der Abwesenheit des
Antragstellers gravierende Folgen für den Betriebsablauf zu befürchten sind. Dieser Einspruch muss begründet
und in 3-facher Ausfertigung an die betroffene Person, die beantragende Organisation und an den Sportminister
übermittelt werden.

Die Bewilligung des Sporturlaubs ist unwiderruflich, wenn der Arbeitgeber 8 Tage nach der Entscheidung des
Ministers keinen Einspruch eingelegt hat

Wie lange dauert der Sporturlaub?

Grundsätzlich ist der Sporturlaub auf 12 Werktage pro Jahr und pro Berechtigtem beschränkt. Allerdings kann
dieser Urlaub für Spitzensportler in Einzelfällen auf Antrag des Ministers verlängert werden. Der Urlaub für
Manager ist hingegen auf 25 Werktage pro Jahr und Verband beschränkt.

Der Sporturlaub muss nicht zwingend am Stück genommen werden. Er kann aufgeteilt werden.

Die Dauer des Sporturlaubs wird derjenigen des jährlichen Erholungsurlaubs hinzugefügt und kann von diesem
nicht abgezogen werden. Der Sporturlaub kann grundsätzlich nicht mit dem Jahresurlaub zusammengelegt
werden, wenn sich dadurch eine fortlaufende Abwesenheit ergibt, deren Dauer die Dauer des gesamten Jahresurlaubs
übersteigt, es sei denn, der Arbeitgeber ist damit einverstanden.

Ist der Sporturlaub der Arbeitszeit gleichgestellt?

Ja, der Sporturlaub gilt als Arbeitszeit. Folglich finden die gesetzlichen Bestimmungen im Bereich der Sozialversicherung
und des Arbeitsrechts während der Dauer des Sporturlaubs weiterhin Anwendung.

Für die Dauer des Sporturlaubs haben die Arbeitnehmer des privaten Sektors für jeden Urlaubstag Anspruch
auf eine vom Arbeitgeber zu zahlende Ausgleichsentschädigung in Höhe des durchschnittlichen Tageslohns.
Diese Entschädigung darf das 4-fache des sozialen Mindestlohns nicht übersteigen.

Selbstständig Tätige oder Freiberufler erhalten ebenfalls eine Ausgleichsentschädigung, die direkt vom Staat
bezahlt wird.

Im öffentlichen Sektor (d. h. beim Staat, bei halbstaatlichen Einrichtungen und diesen unterstehenden öffentlichen
Diensten, Gemeinden, der Nationalen luxemburgischen Eisenbahngesellschaft CFL) beschäftigte Sportler
erhalten weiterhin ihr Gehalt und sind daher von der Ausgleichsentschädigung bei Gehaltsverlust nicht betroffen.

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