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Wann spricht man von psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz ?

Wann spricht man von psychosozialen Risiken?

Der Einfachheit halber werden psychosoziale Risiken häufig unter dem Begriff „Stress” zusammengefasst, der jedoch lediglich eine Erscheinungsform dieser Risiken darstellt. In Wirklichkeit umfassen diese Risiken berufliche Risiken unterschiedlichen Ursprungs und unterschiedlicher Art, die die körperliche Unversehrtheit und die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer aufs Spiel setzen und sich folglich auf den ordnungsgemäßen Betrieb der Unternehmen auswirken. Diese Risiken werden als „psychosoziale” Risiken bezeichnet, da sie sich an der Schnittstelle zwischen dem Menschen (der „Psyche”) und seiner Arbeitssituation befinden.

Psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz können als ungeregelte Spannungen bezeichnet werden, die beispielsweise zwischen den festgesetzten Zielsetzungen und den eingesetzten Mitteln, den Anforderungen der Arbeit und den Fähigkeiten der Arbeitnehmer oder den Erwartungen der Vorgesetzten und den Erwartungen des Arbeitnehmers bestehen können.

Im Arbeitsverhältnis gibt es seit jeher Spannungen zwischen den Vorhaben des Unternehmens und denen des Arbeitnehmers, da sich diese abgesehen von Ausnahmen für gewöhnlich unterscheiden, um nicht zu sagen voneinander abweichen. Die im Arbeitsvertrag dargelegten Bestimmungen kommen durch die Unterstützung des Unternehmens und der Geschäftsleitung, durch die internen sozialen Beziehungen, fachliche Unterstützung und ein angenehmes und sicheres Umfeld in Form von mehr oder weniger ausgewogenen Kompromissen im Arbeitsalltag des Arbeitnehmers zum Ausdruck. Diese Gleichgewichte bleiben nach ihrer Herstellung immer verhältnismäßig, da sie dazu bestimmt sind, sich zu entwickeln und nie alle Akteure in Bezug auf sämtliche Kriterien zufriedenstellen. Dies wird als Regelung der psychosozialen Spannungen bezeichnet.

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