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Die Arbeitsbescheinigung

Muss der Arbeitgeber am Ende eines Arbeitsverhältnisses eine Arbeitsbescheinigung ausstellen?

Nach geltendem Recht muss eine Arbeitsbescheinigung nur auf ausdrücklichen Wunsch des Arbeitnehmers
ausgestellt werden.

Der Arbeitgeber kann jedoch auch freiwillig eine solche Bescheinigung schreiben.

Muss einem befristet beschäftigten Arbeitnehmer eine Arbeitsbescheinigung ausgestellt werden?

Ja, ein aufgrund eines befristeten Arbeitsvertrags beschäftigter Arbeitnehmer hat ebenso wie ein unbefristet
Beschäftigter Anspruch auf eine Arbeitsbescheinigung.

Die Bescheinigung ist ihm auf Wunsch mindestens 8 Tage vor Ablauf seines Arbeitsvertrags auszustellen.

Base_legale Art. L. 125-6.

Was ist zu tun, wenn der Arbeitgeber trotz Anfrage des Arbeitnehmers keine Arbeitsbescheinigung ausstellt?

Weigert sich der Arbeitgeber, eine Arbeitsbescheinigung auszustellen oder zögert er die Ausstellung ohne objektiven
Grund hinaus, so kann der Arbeitnehmer ihm eine Mahnung als Einschreiben schicken.

Bleibt diese Mahnung ohne Wirkung, kann der Arbeitnehmer den Arbeitgeber auf dem Rechtsweg dazu zwingen,
eine Bescheinigung auszustellen. In einem Schnellverfahren (einstweilige Verfügung) kann er ein Urteil
erwirken, mit dem der Arbeitgeber zur Ausstellung der Bescheinigung verpflichtet
wird, manchmal sogar unter Androhung einer Geldbuße pro Verzugstag.

Was muss in einer Arbeitsbescheinigung stehen?

Die Bescheinigung dient dem Nachweis der Existenz und der Dauer eines Arbeitsverhältnisses und muss sich
auf einige objektive Angaben beschränken: Beginn und Ende der Beschäftigung, Art der Tätigkeit oder der
verschiedenen Tätigkeiten des Arbeitnehmers sowie die Zeiträume, in denen diese Beschäftigungen jeweils
stattgefunden haben.

Es dürfen keine negativen Bemerkungen in der Bescheinigung erscheinen, doch darf der Arbeitgeber die Fähigkeiten
und Kompetenzen des Arbeitnehmers positiv hervorheben.

Base_legale Art. L. 125-6.

Was ist zu tun, wenn die Bescheinigung negative Bemerkungen enthält?

Ist der Arbeitnehmer der Ansicht, die Bescheinigung enthalte direkt oder indirekt negative Bemerkungen, so
kann er vom Arbeitgeber eine neue Bescheinigung verlangen, die sich auf die zuvor beschriebenen objektiven
Angaben beschränkt.

Der Arbeitgeber ist daraufhin verpflichtet, die Bescheinigung zu korrigieren, da der Arbeitnehmer Anspruch auf
eine neutrale Bescheinigung hat.

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